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Hallo!

Mein Name ist Marco Brenner, geboren und aufgewachsen bin ich in Augsburg. Dort ging ich zur Schule, absolvierte meine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondent in Englisch und Französisch und trainierte bis zur World-Tour. Seit 2021 bin ich Profi beim Team DSM.

 

Von 2019 bis 2020 war ich in der Juniorenklasse National und International erfolgreich und möchte deswegen, jungen und motivierten Sportlern, die Möglichkeit geben ihr Potenzial voll auszuschöpfen.

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Meine Geschichte

Schon als Kind war ich immer sehr aktiv und es dauerte nicht lange bis ich mit dem Fahrrad durch die Gegend fuhr. Sei es zum Badesee oder zum nächst gelegenen Kiosk. Der Sinn für Wettbewerbe war auch schon immer vorhanden. So entschlossen sich meine Eltern mich bei den ersten MTB Bambini Rennen starten zu lassen. Erfolgreich war ich jedoch nicht sofort, es dauerte schon ein bisschen bis ich meinen ersten fünften Platz einfuhr und strahlend meinen ersten Pokal gewann. Wie versteinert stand ich bei der Siegerehrung mit einem breiten Grinsen, bis mich meine Eltern davontrugen. Für einen kleinen Buben ist ein Pokal eben was ganz Besonderes, wenn es der erste überhaupt ist schon zweimal. Langsam entwickelte es sich in der Familie zu einer Wochenendaktivität zu Rennen zu fahren, meistens zum Allgäu Kids Cup oder dem Alpencup. In bester Gesellschaft waren wir natürlich auch immer, denn enge Familienfreunde waren auch immer dabei, einer der drei Söhne ist nämlich auch Rennen gefahren. 

Mein Bruder, Mauro, ist zwei Jahre jünger als ich und etwas verspätet hat es ihn auch der Wahn gepackt, sich mit anderen zu messen. Schon waren es drei Buben, die Rennen fahren. Bisher stand aber die Freude und der Spaß am Radln im Vordergrund und die Eltern verstanden sich auch gut, was es zu einer harmonischen Runde machte.  

Da meine Mutter Italienerin ist, war es nahgelegen, dass man mal in den Urlaub nach Italien fährt. In Italien gibt es schon Rennradrennen für 6-jährige. Ich weiß noch genau als ich mein erstes Rennrad von einem italienischen Verein bekommen habe während wir in unserem Haus in Caldiero bei Verona die Schulferien verbrachten. Zuerst war es sehr wacklig und ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich damit mal Rennen fahren werde. Zusammen mit unseren Freunden verbrachten wir viele gemeinsame Wochenenden in Italien auf Rennen und ich merkte recht früh, dass mir diese Disziplin wohl mehr liegt als Mountainbiken. Nicht weil ich das Gefühl hatte, dass ich besser war, sondern ich habe einfach viel mehr Pokale gewonnen. Die Zeit verging im Flug bis ich schließlich die Klasse U11 erreichte und somit die ersten Straßenrennen in Deutschland bestreiten konnte. Mauro startete gezwungenermaßen auch in dieser Altersklasse. 

Trainiert habe ich als Kind immer zusammen mit meinem Papa und meinem Bruder. Man kann es einfach nur Luxus oder Glück nennen, dass der Papa nachts arbeitet um mittags daheim zu sein und Zeit für uns hat. Meine Mutter hat uns auch schon immer unterstützt. Zwischenzeitlich war mein Papa auch Landesstützpunktstrainer in Schwaben, jeden Donnerstag war also Training auf dem Parkplatz des Augsburger Fußballstadions. Dort drehten wir unsere Runden und machten auf verspielte Art und Weise Trainingsrennen. 

Je älter ich wurde, desto ernster sah ich den Sport. Es war zwar immer noch mein Hobby und meine Leidenschaft, aber ich sah darin auch einen Leistungssport. Vermutlich auch der Grund dafür, dass ich Jahr für Jahr erfolgreicher wurde. Schon als Kind trainierte ich auch bei schlechtem Wetter wo andere vielleicht daheim auf der Couch blieben. Mein Bruder auch oft im Schlepptau im Windschatten.  

In der U15 ging es dann los, dass ich auf nationaler Ebene einer der stärksten Fahrer wurde und somit den Sprung in die U17 Nationalmannschaft schaffte. In dieser Klasse konnte ich mich gut weiterentwickeln und gewann die drei größten Rundfahrten in der Altersklasse. 

Nun ging es zu den Junioren, da hat man schon erst etwas Respekt, vor Allem vor den langen Distanzen. Mit der Nationalmannschaft war ich im Frühjahr auf Mallorca im Trainingslager und merkte relativ früh, dass ich am Berg recht stark bin. Über den Winter hinweg hatte ich aber auch im Kraftraum an meiner Endschnelligkeit gearbeitet. Über die Saison steigerte ich mich enorm, nicht nur von der Stärke, sondern ich war plötzlich spritzig und hatte einen starken Antritt sowie gute Tempohärte auch im Flachen. Zuvor war ich eher ein träger Bergfahrer, nun war ich ein kompletter Fahrer.  

Den internationalen Durchbruch hatte ich dann beim Nationscup Tour du Pays de Vaud in der Schweiz. Dort gewann ich drei Etappen und wurde einmal zweiter in insgesamt fünf Etappen. So gewann ich die Nachwuchswertung und die Gesamtwertung. Von diesem Zeitpunkt an fuhr ich von Erfolg zu Erfolg, größtenteils bei internationalen Rennen. Gekrönt wurde die Saison durch die Bronzemedaille im Zeitfahren bei der WM in Yorkshire. Das zweite Jahr war sehr von Corona geprägt und es fanden nicht viele Rennen statt. So wirklich gut lief es nicht, leider nur Silber und ein vierter Platz bei der EM im Zeitfahren und im Straßenrennen, da war ich schon etwas enttäuscht. Meine zwei deutschen Meistertitel vom Vorjahr konnte ich dennoch verteidigen. 

Meine beste Saison war die erste Juniorensaison, so wurden auch mehrere Profiteams auf mich aufmerksam. Sehr früh im Jahr gewann ich das Bundesligarennen in Düren souverän und kurz drauf folgte das erste Angebot von Bora Hansgrohe. Mit 16 Jahren war ich natürlich etwas überwältigt davon. Ich konnte mich glücklich schätzen ein sehr gutes Management zu haben mit Ken und Joao von CORSO. Ich war gut beraten und ich konnte mich voll und ganz auf mich konzentrieren. Über die Saison hinweg waren immer mehr Teams interessiert, insbesondere aber Team Sunweb (heute Team DSM). Ich wurde zu den Talent Days vom Team Sunweb eingeladen und verbrachte mit anderen U19 Talenten drei Tage im St. Anton in Österreich. Für mich persönlich kristallisierte es sich schnell heraus, dass meine Entscheidung zwischen den beiden deutschen Profirennställen Bora und Sunweb fallen wird. Diese  fiel mir recht schwer, denn ich war zu dem Zeitpunkt Teil vom Team Auto Eder Bayern, das dieselbe Leitung hatte wie Bora Hansgrohe. Dennoch, Sunweb bot mir vier Jahre an mich bei Ihnen zu entwickeln. Dann gab es ein Treffen mit Iwan Spekenbrink in München am Flughafen. Ein Gespräch voller Enthusiasmus und klaren Vorstellungen für die Zukunft, in diesem Moment war die Entscheidung gefallen. 

Ich unterschrieb schließlich frühzeitig beim Team Sunweb. Mein erstes Ziel habe ich erreicht, seit 2021 bin ich Radprofi beim Team DSM. Jetzt kommt es noch auf wie erfolgreich meine Karriere wird, eins ist klar: ich werde hart an mir arbeiten um eines Tages wieder die Arme in die Luft strecken zu können.